Die Nachrichten der Baufi-Welt

Die Worte eines Mannes bestimmen derzeit das Schicksal der europäischen Kapitalmärkte. Während die europäischen Politiker sich angesichts einer neu aufflammenden Diskussion über die Reformierbarkeit Griechenlands und die tatsächlichen Sanierungsfortschritte in Portugal in altbewährten Durchhalte-Floskeln üben, haben die Finanzmärkte wieder mit zunehmender Nervosität reagiert.

US-Banken haben sich wieder erholt

Während in den USA die von der Notenbank festgesetzten Leitzinsen weiterhin bei 0,25 Prozent festgeschrieben sind, haben sich die Zinsen für 10-jährige US-Staatsanleihen in den vergangenen Wochen um rund 0,5 Prozent auf jetzt 2,1 Prozent erhöht. Und das obwohl die amerikanische Zentralbank jeden Monat für 45 Milliarden Dollar Staatsanleihen am Markt kauft. Dazu kommen noch einmal 40 Milliarden Dollar an Anleihen, die mit Hypotheken besichert sind.

Die Rezession in den Südländern, schwaches Wachstum in den Kernländern und fallende Inflationsraten haben die Europäische Zentralbank (EZB) überzeugt, den Leitzins für den Euroraum um 0,25 Prozentpunkte auf das neue Rekordtief von 0,5 Prozent zu senken. Dieser Schritt war zuletzt von den Marktteilnehmern erwartet worden und von einer Reihe von Politikern, nicht zuletzt von Frau Merkel, sogar gefordert worden.

Seit die Lehman-Pleite in 2008 das Weltfinanzsystem nahe an den Abgrund geführt hat, haben die Zentralbanken das Ruder zur Rettung des Systems übernommen. Durch Leitzinssenkungen auf praktisch Null und massive Aufkäufe von Staatsanleihen konnte so eine vorübergehende Stabilisierung herbeigeführt werden.

Mit dem Wahlausgang in Italien ist einmal mehr klar geworden, was die Wähler von technokratischen Regierungen, die unter dem Druck der Troika von Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds eingesetzt wurden, um die Krisenländer zu stabilisieren halten – einfach gar nichts.

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